NEUIGKEIT

Netzwerk-Klausur schärft Angebote und Sichtbarkeit

eTeach-Netzwerk Thüringen fokussiert Produkte, Sichtbarkeit und Zusammenarbeit

Am 5. und 6. Februar 2026 kam das eTeach-Netzwerk Thüringen zur jährlichen Netzwerkklausur in der Gründungswerkstatt neudeli der Bauhaus-Universität Weimar zusammen. Der bewusst neu gewählte Begriff „Klausur“ ersetzt künftig die Bezeichnung „Retreat“ und macht deutlich, worum es ging: konzentrierte Arbeitsphasen, verbindliche Absprachen und eine gemeinsame strategische Ausrichtung.

Unter dem Motto „Vom Produzieren zum Publizieren – Tue Gutes und sprich darüber“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie die vielfältigen Ergebnisse des Netzwerks künftig sichtbarer, wirksamer und nachhaltiger kommuniziert und genutzt werden können.

Tag 1: Prioritäten und eine gemeinsame Roadmap

Der erste Klausurtag diente der netzwerkinternen Verständigung. In kurzen Inputs stellten die Arbeitsfelder und Arbeitsgruppen ihre aktuellen Stände, geplanten Produkte und Bedarfe vor. Darauf aufbauend arbeiteten die Teilnehmenden in zwei intensiven Arbeitsphasen an einem gemeinsamen Redaktions- und Veröffentlichungsplan.

Ziel war es, von einzelnen Formaten und Projekten zu einer klar priorisierten Roadmap zu gelangen mit definierten Verantwortlichkeiten und realistischen Zeithorizonten bis Ende 2027.

Zentrale Zielsetzungen der Arbeitsfelder

Inhaltlich standen dabei insbesondere die hochschulübergreifenden Produkte der Arbeitsfelder im Fokus: Im Arbeitsfeld Prüfen geht es unter anderem um den Aufbau eines gemeinsamen Glossars, eine systematische Übersicht bestehender Prüfungsformate, den Umgang mit KI in Prüfungen sowie die Weiterentwicklung formativer Prüfungsansätze. Das Arbeitsfeld Künstliche Intelligenz arbeitet an Handreichungen und Checklisten, an der Weiterentwicklung des genKI-Führerscheins, an Angeboten zur Stärkung von KI-Souveränität sowie an praxisnahen Weiterbildungsformaten. Im Arbeitsfeld Future Skills stehen die Positionierung des Netzwerks, Unterstützungsangebote für Lehrende und Orientierungen für die Lehrplanung im Mittelpunkt. Ergänzt wird dies durch das Arbeitsfeld Moodle mit Schwerpunkten auf Barrierefreiheit, Befragungen zur Nutzung sowie der Weiterentwicklung gemeinsamer technischer Infrastrukturen.
Zudem soll das neue Arbeitsfeld Studentische Partizipation Studierende stärker in Entwicklungs- und Gestaltungsprozesse einbeziehen.

Zum Abschluss des Tages setzte ein inspirierender Impuls von Ludwig Lorenz neue Denkakzente: Ein Vortrag zu „Connected Thinking“ zeigte praxisnah, wie sich Wissen und Daten im Arbeitsalltag sinnvoll vernetzen lassen – etwa mit Werkzeugen wie Obsidian.

Tag 2: Sichtbarkeit stärken – im Dialog mit den Vizepräsident*innen

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Wirkung nach außen. In erweiterter Runde kamen die Mitglieder des Netzwerks mit den Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten der Thüringer Hochschulen zusammen.

Eröffnet wurde der Vormittag von Cordula Borbe, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Hochschule Nordhausen und akademische Leiterin des Strategierates des Netzwerkes. Sie unterstrich die Bedeutung des Netzwerks, um Hochschulen wettbewerbsfähig zu halten. Zugleich formulierte sie den klaren Auftrag an die Hochschulleitungen, als Botschafter*innen für die Ergebnisse des Netzwerks nach innen und außen zu wirken.

In mehreren Austauschrunden wurden die Wünsche des Netzwerks und der Vizepräsident*innen systematisch gegenübergestellt.

Gemeinsame Schnittmengen und klare Commitments

Der Austausch machte deutlich, dass es in zentralen Punkten eine große Übereinstimmung gibt. Das eTeach-Netzwerk wird von den Hochschulleitungen als Vorbild für gelingende hochschulübergreifende Kooperation wahrgenommen. Entsprechend besteht der gemeinsame Wille, diese Zusammenarbeit strukturell weiter zu stärken und langfristig abzusichern.

Ein zentrales Thema war die konsequente Ressourcenteilung: Entwicklungen, Produkte und Konzepte, die an einzelnen Hochschulen entstehen, sollen systematisch für alle nutzbar gemacht werden. Bereits bestehende Beispiele wie der genKI-Führerschein oder der hochschulübergreifende Austausch zu KI-Leitlinien wurden dabei als besonders wirksam hervorgehoben. Auch Qualifizierungsangebote sollen künftig stärker gemeinsam genutzt und institutionell verankert werden.

Zum Abschluss hielten beide Seiten ihre Commitments fest: Die Vizepräsident*innen formulierten konkrete Unterstützungszusagen zur Steigerung der Sichtbarkeit, während das Netzwerk seine dringendsten nächsten Aufgaben bündelte.

Die eTeach-Netzwerkklausur 2026 markiert einen klaren Schritt vom Erarbeiten zum Veröffentlichen. Mit einer abgestimmten Roadmap, konkreten Produkten und starken hochschulpolitischen Rückendeckungen ist das Netzwerk gut aufgestellt, seine Wirkung in Studium und Lehre in Thüringen weiter auszubauen und künftig noch sichtbarer darüber zu sprechen.

Fotos: Emily Ungermann, Cosmo Schüppel, Uwe Cämmerer-Seibel

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